Schlagwort: Psychotherapie

Was ist Psychodynamische Psychotherapie?

Ich biete in meiner Praxis Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als Einzel- oder Gruppentherapie als Kurz- oder als Langzeitbehandlung an, sowie Analytische Psychotherapie als Einzeltherapie.

Die Therapie findet je nach Verfahren ein bis drei mal wöchentlich statt, manchmal auch 14-tägig. Die Wahl des Therapieverfahrens wird zu Beginn der Behandlung gemeinsam festgelegt.

Es gibt verschiedene, hilfreiche Psychotherapieverfahren, von denen vier sog. Richtlinientherapieverfahren sind, also von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, wenn sie erfoderlich sind: Tiefenpsychologisch fundierte und Analytische Psychotherapie, Verhaltenstherapie und Systemische Therapie.

Tiefenpsychologisch fundierte und Analytische Psychotherapie werden zusammen auch psychodynamische Psychotherapie genannt, weil sie auf den gleichen Ideen beruhen. Es wird angenommen, dass wir Menschen einen bewussten und einen größeren unbewussten Teil in uns haben, der sich dynamisch auf unser Erleben und Verhalten auswirkt, ohne dass wir uns darüber im Klaren sind, wie und wann das geschieht.

Zudem wird davon ausgegangen, dass alle Menschen in ihrer Entwicklung bestimmte innere Konflikte durchlaufen. So müssen wir bspw. damit zurechtkommen, dass wir uns in engen Beziehungen einerseits emotional einlassen, und damit verletzbar und in gewisser Weise abhängig werden, und dass gleichzeitig in einer Beziehung manchmal die Notwendigkeit besteht, sich zu behaupten oder der Wunsch, sich auch sicher und stabil fühlen zu wollen, wenn unsere Partner*in gerade nicht da ist oder einfach gerade nicht verfügbar sein möchte.

Es gibt verschiedene solcher innerer konflikthafter Konstellationen und je nach unserer Persönlichkeit und wie wir in unserer Entwicklung von unseren Eltern oder Bezugspersonen begleitet wurden, bilden wir unbewusst Neigungen, Erwartungen und ein Erleben in Bezug auf diese inneren Konflikte heraus, die manchmal schwierig für uns sein können.

Darüber hinaus wird noch angenommen, dass wir Menschen in unserer Entwicklung erst lernen müssen, z.B. unsere Gefühle zu benennen, unserer Selbstwertgefühl zu regulieren und Beziehungen mit anderen Menschen zufriedenstellend zu führen und zu erleben. Wir brauchen diese Fähigkeiten im Leben immer wieder, ansonsten bleiben wir in verschiedenen Lebensbereichen „stecken“.

Als drittes kommt noch die Annahme hinzu, dass es in sehr unterschiedlichem Ausmaß traumatische Erlebnisse gibt, deren Bewältigung uns mitunter ohne Unterstützung überfordern und die in einer Psychotherapie vor dem Hintergrund eines speziellen Verständnisses berücksichtigt werden können.

Die psychodynamische  Psychotherapie ist laut Psychotherapierichtlinien bspw. geeignet für Menschen mit psychischen Problemen, wie Ängsten, Depressionen, (Posttraumatische) Belastungsreaktionen, Essstörungen, Zwängen oder Psychosomatischen Beschwerden und Beziehungsschwierigkeiten.