Schlagwort: Psychotherapie

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Was ist psychodynamische Psychotherapie?

Es gibt viele verschiedene Psychotherapieverfahren, von denen vier als Richtlinientherapieverfahren von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, wenn sie erforderlich und erfolgversprechend sind: Tiefenpsychologisch fundierte und Analytische Psychotherapie, Verhaltenstherapie und Systemische Therapie.

Ich biete Tiefenpsychologisch fundierte und Analytische Psychotherapie an, die zusammen auch psychodynamische Psychotherapien genannt werden. Sie beruhen auf den gleichen Ideen: wir leben mit einem uns bewussten und einem -größeren- unbewussten Teil, der sich dynamisch auf unser Erleben und Verhalten auswirkt.

Alle Menschen durchlaufen in ihrer kindlichen Entwicklung typische, innere Konflikte und müssen verschiedenste Anforderungen bewältigen. Abhängig davon, was wir dabei für Erfahrungen mit wichtigen Bezugspersonen machen, bilden wir bewusste und unbewusste Neigungen, Erwartungen und Erleben in Bezug auf andere Menschen heraus. Die Resultate können durchaus spannungsreich sein: wir müssen bspw. damit zurechtkommen, dass wir uns in engen Beziehungen emotional einlassen, verletzbar und in gewisser Weise abhängig werden, und dass gleichzeitig manchmal die Notwendigkeit besteht, sich zu behaupten, Irritation darüber, sich ganz anders zu fühlen als die/der Partner*in oder der Wunsch, sich sicher und stabil fühlen, auch wenn unsere Partner*in  nicht da ist oder gerade nicht verfügbar sein möchte. Oder wir erwarten immer besonders viel von uns und leiden unter dem Gefühl, nie zu genügen (Selbstwert).

Darüber hinaus lernen wir Menschen im Laufe unserer Entwicklung überhaupt erst unsere Gefühle zu benennen und zu regulieren, unserer Selbst(wert)gefühl aufzubauen und Beziehungen mit anderen Menschen zufriedenstellend zu führen und zu erleben. Diese Fähigkeiten brauchen wir m Leben immer wieder, ansonsten bleiben wir in verschiedenen Lebensbereichen „stecken“.

Als drittes kommt noch die Annahme hinzu, dass es in sehr unterschiedlichem Ausmaß traumatische Erlebnisse gibt, deren Bewältigung uns mitunter ohne Unterstützung überfordern. Das entsprechende Erleben sollte in einer Psychotherapie vor dem Hintergrund eines speziellen Verständnisses berücksichtigt und verändert werden können.

Die psychodynamische  Psychotherapie ist laut Psychotherapierichtlinien bspw. geeignet für Menschen mit psychischen Problemen, wie Ängsten, Depressionen, (Posttraumatischen) Belastungsreaktionen, Essstörungen, Zwängen oder Psychosomatischen Beschwerden und Beziehungsschwierigkeiten.