Psychotherapie

In meiner Praxis biete ich tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als Einzel- oder Gruppentherapie und als Kurz- oder als Langzeitbehandlung sowie analytische Psychotherapie im Einzelsetting an. Die Wahl des Therapieverfahrens wird zu Beginn der Behandlung gemeinsam festgelegt. 

Eine analytische Einzeltherapie findet ein bis drei mal wöchentlich statt und umfasst mx. 300 Sitzungen, während eine tiefenpsychologisch fundierte Einzeltherapie einmal pro Woche stattfindet, manchmal auch 14-tägig, und max. 100 Sitzungen dauert.

Der Unterschied besteht darin, dass eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie einerseits fokussierter im Hier und Jetzt ist und wir gemeinsam immer wieder auch auf Ihre Beziehungen zu anderen Menschen schauen, während in einer analytischen Therapie der Raum für Gefühle, Phantasien und Gedanken etwas offener ist und auch die therapeutische Beziehung genutzt wird, um die Innenwelt zu erkunden. Klassischerweise gibt es das liegendes Setting („die analytische Couch“), aber es kann auch modifiziert analytisch gearbeitet werden, so dass wir uns dann wie in einer tiefenpsychologisch fundierten Therapie gegenüber sitzen.

Heilung oder Linderung kann geschehen, wenn Sie Kontakt zu ihren Gefühlen oder Gedanken bekommen, die im Unbewussten wirken, durch traumatische Erfahrung abgespalten sind. Wenn im Rahmen einer Therapie Mut, Raum und Möglichkeiten entstehen, sich dieser Gefühle, Gedanken oder Wünsche bewusster zu werden, sie auszudrücken, kognitiv einzuordnen und körperlich zu spüren, ist dies die Voraussetzung dafür, Verantwortung für sich zu übernehmen und das eigene Befinden selbst regulieren zu können. Es gibt kein festes Schema für eine psychodynamische Psychotherapie, sondern jede Therapie ist ein ganz eigener Prozess.

Ein wesentlicher Wirkfaktor jeder Therapie, unabhängig vom therapeutischen Verfahren, ist eine tragende therapeutische Beziehung. Ich bin aufmerksam dafür, was innerhalb unserer Begegnung geschieht, denn hier wird sich vermutlich zeigen, was auch in Ihren sonstigen Beziehungen geschieht. Das nennt man Übertragung. Bei einer analytischen Psychotherapie steht diese mehr im Vordergrund als bei einer tiefenpsychologisch fundierten Behandlung.

Die tiefenpsychologisch fundierten Gruppentherapien dauern 100 Minuten und finden Mo. um 16.20 Uhr, Mit. um 9.10 Uhr und demnächst Mo. um 10.20 Uhr wöchentlich in meiner Praxis statt.

Gruppentherapie ist mindestens so wirksam wie Einzeltherapie, denn sie bietet die Chance unsere (unbewussten) Erwartungen und Übertragungen mit der Realität abzugleichen. Sie können alte und neue Erfahrungen abgleichen, dabei emotional berührt werden und zugleich auf einer Metaebene mit Therapeutin und Gruppe darüber reflektieren.

Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, mit unterschiedlichen Hintergründen und Problemen kommen regelmäßig und verbindlich zusammen, sprechen oder schweigen miteinander. Jede Person prägt durch die eigene, individuelle Art in Kontakt zu gehen den Gruppenprozess und es entsteht mit der Zeit ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das oft als sehr stärkend und förderlich empfunden wird. Es werden Gruppenregeln ausgehandelt oder entstehen scheinbar wie von selbst, es ergeben sich Rituale von Begrüßung, Arten aufeinander einzugehen, sich Resonanzen zu geben und sich gegenseitig zu fragen, wie es weitergegangen ist. Eine eigene Gruppenkultur entsteht.

Die Gruppe ist ein hilfreicher Ort, den jeder die eigene Art und Weise erleben wird und nutzt. Es ist möglich, Themen, die Ihnen wichtig sind zu erzählen. Vielleicht helfen Ihnen Rückmeldungen, Unterstützung, Gedanken aus der Gruppe, sich besser zu verstehen. Der Kern einer Gruppentherapie ist daher das ehrliche Teilen von Beobachtungen und Gefühlen, die Sie im Hier und Jetzt der Gruppensitzung erleben. Dabei wird über Gefühle, Phantasien und Erleben gesprochen, und es wird nicht gehandelt. Es geht mehr darum, Gefühle und Atmosphäre (gemeinsam) auszuhalten, sie zu differenzieren und so zu einer inneren Entwicklung anzuregen als darum „schnell Abhilfe zu schaffen“.

Infektionsschutzmaßnahmen: Sitzen mit ca 2 m Distanz zwischen den Stühlen, Reduzierung der Gruppengröße auf sieben Teilnehmende, Tragen einer FFP2-Maske, die in Absprache mit der Gruppe ggfls am Platz abgenommen werden kann, Handdesinfektion beim Eintreten, adäquates Raumlüften (nach CO2Messung) und ein Luftreinigungsgerät.